Vollkasko

Das Wort "Vollkasko" ist von dem spanischen Wort "Casco" abgeleitet, welches soviel wie Schiffrumpf oder Helm bedeutet. Also im weitesten Sinne etwas, das vor Schäden schützt. Nun verhindert die Vollkasko natürlich nicht, dass Unfälle passieren, aber sie reguliert die im Schadensfall entstandenen Kosten, welche mitunter sehr hoch sein können. Vollkasko bedeutet den vollen Schutz für das versicherte Objekt (zum Beispiel das eigene Auto) zu haben.

Mit der Vollkasko wird der Versuch unternommen, den Versicherten umfassend gegen die meisten Ursachen für Schadensfälle abzusichern. So trägt, zum Beispiel bei einem Fahrzeug, die Vollkasko auch selbstverursachte Schäden oder auch solche, die zum Beispiel durch Vandalismus entstanden sind.

 

Prinzip der Vollkasko

Das Prinzip der Vollkasko ist das gleiche wie bei allen Versicherungen, nämlich das der kollektiven Risikoübernahme. Viele Menschen zahlen ihre Beiträge in einen "Topf" ein, um dann beim Eintreten des Versicherungsfalls aus diesem Geldtopf einen Schadensausgleich zu erhalten. Die Höhe der zu zahlenden Beiträge wird anhand versicherungsmathematischer Methoden errechnet und orientiert sich dabei an der statistischen Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Versicherungsfalls. Dabei wird auch unterschieden, ob man einer gewissen Risikogruppe angehört (zum Beispiel Fahranfänger) und wie lange man bereits unfallfrei gefahren ist.

 

Kosten einer Vollkasko

Da nun die Vollkasko gegen relativ viele Risiken versichert und das zum Teil sehr umfassend, können die jeweiligen Beiträge bzw. Kosten dafür recht hoch ausfallen. Jedoch ist auch dies von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Denn, da es sich im Gegensatz zur Haftpflichtversicherung um eine freiwillige Versicherung handelt, also um eine zu dessen Abschluss der Verkehrsteilnehmer nicht verpflichtet ist, kann man die einzelnen Konditionen, Leistungen und Beitragssätze durchaus mit dem Versicherer vorab verhandeln. So ist es durchaus möglich einen etwas günstigeren Tarif zu erhalten, je nachdem wie "attraktiv" man als Versicherungsnehmer für den Versicherer erscheint, denn der Versicherer hätte im Idealfall ja gerne nur Kunden, bei denen das Risiko, das der Versicherungsfall eintritt, sehr gering ist.

So kann der Versicherungsnehmer mit dem Versicherer gewisse Rahmenbedingungen aushandeln, welche sich positiv auf die Situation des Versicherers im Schadensfall auswirken (so zum Beispiel eine Werkstattbindung) und gleichzeitig dem Versicherten zu Gute kommen, da seine Beiträge/Kosten sinken.